Biografie
Edison Lufaac ist der Künstlername des brasilianischen Holzkünstlers und Malers Edison Luiz Fagundes de Castro. Lufaac wurde im Jahr 1952 in Jundiaí im Bundesstaat São Paulo in Brasilien geboren. Lufaac ist Autodidakt und arbeitet mit Holz schon seit seinem 10. Lebensjahr. Zuerst schnitzte er Bleistifte, danach Besenstiele. Nachdem er sich anfänglich mit einfachem Holz befasste entdeckte er später Mahagoni , Kirsche und Zeder.
Am Beginn seiner Karriere, beeinflußt von den Kirchenfenstern der Hauptkirche,
die er regelmäßig besuchte, haben seine Werke religiöse Motive. Später entwickelt
er einen sehr eigenen Stil, und der Holzschnitt gewinnt für ihn eine neue Bedeutung.
Lufaac arbeitet fast immer mehrfarbig -
Einzigartig an seiner Arbeit ist, dass er synchron mit dem Holzschnitt die Bemalung seiner Werke vornimmt, so dass die Malerei die Persönlichkeit des Holzschnitts annimmt. Lufaac transformiert die Materie des edlen Holzes in ein dreidimensionales Reliefgemälde, das seinesgleichen sucht – die Kombination von Holz, Farbe, handwerklicher Kunstfertigkeit und virtuoser Begabung der Bearbeitung stellt Kunstwerke von ergreifender Schönheit und seltener Exklusivität dar.
Edison Lufaac lebt und arbeitet in Jundiaí im Bundesstaat São Paulo, wo er die
meisten seiner Ausstellungen vornahm und vornimmt. Er hat einige Male in den USA
ausgestellt (Pompano Beach, Del Ray Beach, Boca Raton, New York) und 1987 auch in
Lissabon, wo die europäische Odyssee seiner „Portas“ –wir nennen sie „Reliefs“-
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Ausstellungen
Galeria David Morgan Fine Arts -
Galeria Grafit -
Galeria Fenix -
Galeria Itinerante -
Galeria Finart -
Galeria Sandra Setti -
Reliefs von Lufaac -
Edson LUFAAC, Maler und Holzschnitzkünstler, hat Ende der 80er und Anfang der 90er
Jahre eine Serie von „Portas“ – „Türen“ -
Im Jahr 1987 verschiffte er eine grössere Zahl von Brasilien nach Lissabon, mit den üblichen Schwierigkeiten bei der Zollabwicklung im Hafen von Santos, wodurch die Verschiffung fast 5 Monate dauerte. (Erst die Einschaltung „informeller“ Kontakte in der brasilianischen Armee löste den Knoten, wie er Ana Maria erzählte.)
In Lissabon führte Lufaac zwei Ausstellungen durch, im „Amoreiras“ und im Hotel Alfa. Amoreiras war damals ein ultramodernes Shopping Center auf einem Hügel nicht weit vom Hafengebiet, wo auch wir viele Stunden verbrachten und noch mehr Escudos ausgaben ... Ana Maria und ich hatten uns im März 1987 in London kennengelernt, bei einem dienstlichen Termin, und im Juni 1987 besuchte ich zum ersten Mal Lissabon ... vielleicht fand ja zur selben Zeit die Ausstellung Lufaacs in Amoreiras statt?
Dann kehrte Lufaac nach Brasilien zurück, die Reliefs blieben in Lissabon, und
er arbeitete an weiteren Werken. In Brasilien suchte ihn nach einiger Zeit ein deutscher
Händler auf, der von ihm Türen kaufen wollte. Lufaac, erfreut über diese Gelegenheit,
überliess dem Händler die in Lissabon lagernden Türen in Kommission, verschiffte
Anfang der 90er Jahre –um 1992-
Erst etwa 14 Jahre später fand Lufaac seine Portas wieder: der Sohn eines Freundes aus Deutschland war zum Studium nach München gegangen und hatte angeboten, zu versuchen, die Türen ausfindig zu machen – der Name des Händlers war ja bekannt. Nach zwei Monaten Recherche fand er die Adresse des Händlers, und wie durch ein Wunder konnten noch 19 Türen sichergestellt werden, bis auf eine einwandfrei im Bereich der Reliefs, aber „behandlungsbedürftig“ im umrahmenden Holz – einige mehr, andere weniger.
Die Türen wurden etwa Mitte 2006 in einem Haus bei München untergebracht, das
aber kurze Zeit später verkauft wurde, worauf der Freund die Türen zum Haus eines
Bekannten eines anderen Freundes bringen liess. Die ebenfalls in Jundiai lebende
Kuratorin Sandra Setti, eine Bekannte von Lufaac und befreundet mit Ana Maria, vermittelte
den Kontakt zwischen beiden -
Im September 2007 kam es dann zum ersten Telefonat zwischen Ana Maria und Lufaac. Mehr als ein Jahr danach erfolgte am 16. November 2008 die erste Präsentation dieser faszinierenden Stücke nach fast 16 Jahren, mehr als eineinhalb Jahrzehnten Odyssee in Europa für eine fachkundige Öffentlichkeit, im Rathaus von Eschweiler auf der von Max Krieger organisierten Art Open.
Was macht die besondere Faszination dieser Exponate aus? Nun, die „Türen“,
„Portas“, Reliefs in Wahrheit, die auch als Raumteiler oder Wandpanele verwendet
werden können, sind aus massivem Mahagoni, einige aus Kirschholz. Heutzutage würde
ein Export von Mahagoniholz aus Brasilien nicht mehr genehmigt werden. Jedes Werk
mißt etwa 2,10 m Höhe x 0,90 m Breite x 5 cm Dicke und wiegt um 60 bis 80 Kilogramm!
Alle Stücke sind detailreiche Schnitzwerke von höchster handwerklicher und künstlerischer
Qualität, zusätzlich als Gemälde gestaltet, unter Verwendung von Tinta Automotiva
– Autolacken, bei Erhaltung der Holzstruktur. Durchschnittlich zwei Monate hat der
Künstler an jedem Werk gearbeitet, an einigen Werken bis zu drei Monate -
Die am 16.November 2008 in Eschweiler präsentierten 7 Reliefs wurden von KaSA am 4.November 2008 übernommen und aus Bayern nach Niedersachsen geholt. Wegen der kurzen Vorlaufzeit wurden sie zwar oberflächlich gereinigt aber noch nicht gründlich überholt – vielleicht erforderlich im die Reliefs umrahmenden Bereich. Allerdings fragt man sich bei der Betrachtung, nach dem ersten Erstaunen, ob die Werke einer grösseren Behandlung überhaupt bedürfen oder ob die „Patina“ (kleine Blessuren wie Kratzer) nicht besser bleiben sollte, um die Spuren der Odyssee nicht zu verwischen?
Man urteile selbst .... Ohne Zweifel ist das Betrachten eines „Lufaac-
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